Trash The Dress - Nur etwas für Mutige?

Der „Trash the Dress“- Trend kommt, wie viele Trends in der Hochzeitsbranche, aus Amerika. Der Fotograf John Michael Cooper brachte den Trend erst so richtig ins Rollen. Eigentlich was sein Ziel nur die etwas andere Art der Hochzeits-Fotografie. Also schickte er eine Dame samt Brautkleid à la Ophelia ins Wasser, das Kleid der nächsten zündete er an. Die spektakulären Bilder erregten enorme Aufmerksamkeit und der „Trash the Dress“- Trend war geboren. Cooper hingegen ist bereits auf der Suche nach neuer Inspiration und schickt die beiden Damen auf seiner Website offiziell in „Rente“. Sie sollen Platz machen für neue Trends und Fotografen dazu anspornen, sich Neues zu trauen.

Übrig bleiben also spektakuläre Bilder und ein Trend, der in den USA schon weit verbreitet ist. In Deutschland hingegen entwickelt sich der Trend erst langsam. Es gehört immerhin eine gehörige Portion Mut dazu, das eigene Hochzeitskleid zu zerstören. Großen Anklang gefunden hat das Phänomen hingegen schon bei jenen, die vor dem Altar stehengelassen wurden oder nach einer Scheidung beschließen das Brautkleid genau wie die Erinnerungen auszumerzen.

Was aber bewegt Bräute, die in ihrem Kleid ihren schönsten Tag erlebt haben dazu ihr Kleid zu zerstören? Gute Frage und noch einfachere Antwort: es macht unglaublich viel Spaß und ergibt atemberaubende Bilder. Hat man sich erst einmal überwunden das Brautkleid zu „trashen“, kann man sich ganz auf den Spaßfaktor konzentrieren.

Besonders beliebt bei „Trash the Dress“-Shootings ist Wasser in jeglicher Form. Wem ein Pool oder gar das Meer vor der Haustür zur Verfügung steht, erhält sicher atemberaubende (Unter-) Wasser Bilder.

Aber auch Bräute denen keine Gewässer zur Verfügung stehen erweisen sich als sehr kreativ. Vom Shooting mit buntem Regenschirm und Gummistiefeln, welches vom Pfützenspringen zu einer (im wahrsten Sinne des Wortes) Schlammschlacht ausartet bis hin zum Einsatz viel bunter Farbe. Vor allem die ganz Mutigen bringen gern alle Farben des Regenbogens zum Einsatz. Ob nun in Form von farbigem Pulver wie beim indischen Frühlingsfest „Holi“ oder doch als Lack in Sprühflaschen oder mit Hilfe eines Pinsels.

Gerne werden auch die Hobbies des Brautpaares in ein Shooting integriert. Ob man nun im Brautkleid über die Felder galoppiert, mit dem Partner Fußball spielt oder doch lieber surfen, Stand-up-Paddlen oder Ski fahren geht, der Kreativität sind nahezu keine Grenzen gesetzt.

Festhalten lässt sich also, dass der „Trash the Dress“- Trend für alle Geschmäcker etwas bereithält. So bedeutet ein Shooting nicht zwangsläufig die irreparable Schädigung bzw. Zerstörung des Brautkleids. Eine vorsichtige Braut, die sehr an ihrem Brautkleid hängt, aber nicht auf außergewöhnliche Bilder verzichten möchte, könnte bspw. ein Unter-Wasser Shooting erwägen. Nass gewordene Kleider lassen sich nämlich in der Regel reinigen.

Einen großen Vorteil bieten „Trash the Dress“-Shootings in jedem Fall: Da sie

meist nicht am Tag der Hochzeit stattfinden, bieten sie die Möglichkeit in einem ungezwungenen Rahmen tolle und einmalige Hochzeitsfotos in außergewöhnlichen Locations zu schießen. Das Brautpaar kann ganz entspannt an die Sache herangehen und hat genau deswegen mehr Spaß als bei einem „normalen“ Shooting. Schon allein deshalb, weil nicht darauf geachtet werden muss, die Hochzeitsgarderobe nicht zu ruinieren.

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Daniela Jost

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