Hochzeitsbräuche, fast vergessen

Die Entführung der Braut
Story Highlights: 
  • Die Entführung der Braut
  • Das Brautstraußwerfen
  • Der Brautschuhkauf mit Münzen
  • Das Geldstück im Brautschuh
  • Der Reisbrauch
  • Ihr seid Gast auf einer Hochzeit? Es sind noch fünf Tage und plötzlich fällt euch ein, dass es doch ganz nett wäre, ein paar Bräuche in die Hochzeit einfließen zu lassen? Dann haben wir hier den Notfallplan für euch und die schönsten der unzähligen Hochzeitsbräuche zusammengetragen:

    Die Entführung der Braut

    Der wohl bekannteste Brauch bei einer Hochzeit.
    Die Herkunft reicht zurück bis ins Mittelalter als Männer, die lange Zeit nicht verheiratet waren, einfach eine Braut entführten und diese vor der Familie versteckt hielt. Heutzutage ist es immer noch üblich die Braut zu entführen, aber nicht aus den alten Gründen.
    Heute dient die Entführung eher als Auflockerung der Gesellschaft, sodass verschiedene Leute sich besser kennenlernen, da meistens dabei die Sitzordnung verändert wird.
    Meistens wird die Stammkneipe des Bräutigams als Ziel gewählt, da die Entführung nicht zu lange dauern sollte.

    Das Brautstraußwerfen

    Ein weiterer bekannter Brauch ist das Brautstraußwerfen. Dabei wirft die Braut der Brautstrauß über ihren Kopf oder ihre Schulter rückwärts in die Menge der Hochzeitsgäste. Das Mädchen, das den Strauß nach dem Wurf fängt, heiratet nach Überlieferung des Brauchs als nächstes.
    Das Brautstraußwerfen wird nach der Kirche oder auch nach dem Standesamt-Besuch vollzogen. Eine neue Variation ist das Werfen des Brautstrumpfbandes durch den Bräutigam in die Menge der Junggesellen.

    Der Brautschuhkauf mit Münzen

    Auch heute noch kaufen viele Bräute ihre Hochzeitsschuhe mit zusammen gesparten Münzen. Einerseits bringen diese Münzen Glück und andererseits, wenn die Braut ihre Schuhe selbst kauft, verhindert das, dass sie dem Bräutigam wegläuft.
    Die Herkunft des Brauchs ist schon alt. Früher bedeutete der Kauf mit Pfennige, dass der Bräutigam eine sparsame Frau bekam.
    Einst, mussten die armen Leute auch wirklich immer einen Pfennig beiseitelegen, um sich die teuren Schuhe einst leisten zu können.

    Das Geldstück im Brautschuh

    Ein ebenfalls alter Brauch ist das kleine Geldstück, das die Braut laut Brauch in den Brautschuh legen soll, so wird dem Brautpaar in der Ehe das Geld nie rar werden.

    Der Reisbrauch

    Der Reisbrauch kommt eigentlich aus dem asiatischen Raum. Der Reis und die Reispflanze ist dort ein Fruchtbarkeitssymbol. Die Reispflanze wird in diesen Ländern mit der Frau verglichen, die auch fruchtbar wird und sich durch Nachkommen fortpflanzt.
    Die Reiskörner, die die Gäste nach der Trauung über das Brautpaar werfen, sollen also genauso reichlichen Nachwuchs für das Paar wünschen.
    Allerdings wird dieser Brauch mancherorts nicht mehr gern gesehen, da es verschwenderisch ist, Nahrungsmittel wegzuwerfen. Oft werden umweltfreundliche Konfetti als Alternativen angeboten, oder Seifenblasen.

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    Daniela Jost

    Das bin ich: Hochzeitsverrückt seit 10 Jahren, Inhaberin der größten Agentur für Hochzeitsplanung Deutschlands. In unserem Magazin veröffentliche ich immer wieder spannende Berichte aus der Branche. Auch Sie sind in der Hochzeitsbranche tätig und haben etwas zu erzählen? Etwas wirklich spannendes, wissenswertes für unsere User? Dann her damit! Senden Sie uns gern Ihre redaktionellen Berichte an info@agentur-traumhochzeit.de und wir prüfen die Veröffentlichung!

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